Ingenieurbüro Matthaei unterstützt Klimaklage

06. Dez. 2018 von Olof E. Matthaei

Matthaei: MeinungsbildBereits im Mai habe ich die Verfassungsklage gegen die Bundesregierung wegen mangelnder Tätigkeit in Sachen Klimaschutz mit einer gezielten Spende an den SFV unterstützt.

Klimaschutz ist unser aller Aufgabe

Als Energieberater sind wir in einer besonderen Weise im Thema Klimaschutz unterwegs. Zwar haben viele unserer Kunden nichts weiter vor, als sich mit KfW-Fördermitteln zu bereichern. Mit dem Wissen und der Bewusstheit über die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf den Planeten Erde haben wir dennoch die Möglichkeit auf kleinstem Level einen Beitrag zur Verbesserung zu leisten. Wir steuern den Einsatz von finanziellen Mitteln und natürlichen Ressourcen so, dass dabei eine deutliche Verringerung des Einsatzes fossiler Energie heraus kommt.

Die Gefahr ist real, was wir in diesem Sommer wieder einmal eindrücklich erleben mussten. Im Mai war die Elberfelder Innenstadt überschwemmt, nachdem ein heftiges lokales Gewitter herunter gekommen war. Danach hatten wir als drei Monate lang fast täglich Temperaturen über 25°C. Sonne ohne Ende und kein Regen. Es sind genau die vorausgesagten klimatischen Änderungen. Eine Zunahme der Extreme. Die Folge waren in vielen Teilen Deutschlands erhebliche Ernteausfälle durch Verdorren von Feldfrüchten. Der Rhein hatte zu wenig Wasser um die Schifffahrt normal aufrecht zu erhalten. Die Tanker mussten mit weniger als einem Viertel ihrer Ladungskapazität fahren, was zu Engpässen z.B. bei der Belieferung von Raffinerien Rheinauf führte.

In Arktis und Antarktis, auf Grönland und Svalbard schmelzen die Gletscher. Das ewige Eis hat das Ende der Ewigkeit erreicht. Die Länder rund ums Mittelmeer haben eines der Sturm- und Regenreichsten Jahre seit langem erlebt. Überschwemmungen mit Erdrutschen und Überflutungen in Spanien, Italien, Griechenland, Libanon sind ebenfalls Folgen eines Klimawandels, den es aufzuhalten gilt.

Weltklimakonferenzen zur Koordination der weltweiten Aufgaben

Die meisten Staaten der Erde haben sich vor ziemlich genau drei Jahren bei der 21. Weltklimakonferenz (COP 21, Paris) darauf geeinigt alles zu tun, was erforderlich ist, um die Erhöhung der Temperatur auf der Erdoberfläche um mehr als 2 Kelvin (2-Grad-Ziel) zu verhindern. Dieses Jahr läuft gerade im Moment der 24. Weltklimagipfel in Katowice, Polen. Wenige Staatschefs halten es für nötig, sich dieser, derzeit wichtigsten aller Menschheitsaufgaben persönlich zu widmen. Die deutsche Klimakanzlerin glänzt durch Abwesenheit und arbeitet lieber für die Abschaffung von Handelshemmnissen. Die deutsche Bundesregierung verweigert sich im Kampf gegen den Klimawandel. Der deutsche Energiekonsum steigt seit Jahrzehnten.

Energieberater tun Gutes. Jeder einzelne von uns kämpft für die Einschränkung des Energiebedarfs seiner privaten, kommerziellen und kommunalen Kunden. Es ist jedoch frustrierend, wenn man stets das Gefühl hat, von der Politik rücklings gemeuchelt zu werden. Landespolitiker, wie der NRW-Ministerpräsident Laschet treten dabei ganz offen für den Erhalt der Kohleförderung und Kohleverstromung ein und diffamieren auch mich, der ich am Hambacher Forst mit demonstriert habe, als Verbrecher, die Polizisten angreifen und den Rechtsstaat demontierten. Leider sind Politiker nach allgemein üblichem Recht gegen Strafverfolgung für im Amt begangene Missetaten durch Immunität geschützt. In Königreichen hieß das: „Von Gottes Gnaden“, was soviel bedeutete wie: Entzogen irdischer Gerichtsbarkeit! Dennoch reift langsam und weltweit die Einsicht, dass auch Regierungen und selbst einzelne Politiker nicht alles dürfen.

Erzwingungshaft gegen deutschen Bundeskanzler

Es gibt Güter, die sind höher gestellt als Politiker. Mord oder Anstiftung zum Mord als Amtshandlung werden bereits seit einiger Zeit geahndet. Schwieriger ist es noch immer bei drohendem Verlust des Lebens in dieser oder einer späteren Generation. Aber so wie mittlerweile Gerichte Städte verurteilt haben, die ihre Planungsaufgaben zum Schutz der Gesundheit nicht erledigen, so lassen sich – hoffentlich – auch Staatsregierungen verklagen und verurteilen, die die ganze Weltbevölkerung als Pfand in ihrem Hochrisikospiel einsetzen. Das wäre zumindest ein gutes Signal. Und dann: Erzwingungshaft gegen eine ganze Regierung – Ihr kommt erst wieder frei, wenn ihr unter Aufsicht der Gefängniswärter Gesetze macht, die das Klima wirksam schützen und die den internationalen Abkommen entsprechen.

Bitte unterstützen auch Sie die Klage!

Weitere Information finden Sie auf der Website Klimaklage.com.

Bildnachweis:

Foto und Bearbeitung: Archivbild IBMatthaei

Weitere Beiträge zum Themenkomplex Klimaschutz und Recht:

Artikel vom 28.11.2018: Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender deutscher Klimaschutzpolitik
Artikel vom 26.10.2018 beim SFV: Diffamierung der Klimaschutzbewegung
Artikel vom 10.05.2018: Verfassungsklage gegen Bundesregierung
Artikel vom 03.03.2018: NRW-Landesregierung als Klimakiller

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