Heizungsanlage für Eigentümergemeinschaft

Standort: Wuppertal

Baujahr: 1994 (umfassend saniert)

Nutzung: Wohnhaus, 14 Wohneinheiten

Erkundung des solaren Potenzials

Solarwärme-Potenzial, Quelle: Solarkataster Wuppertal 2015

Maßnahme: • Abschätzung der Gebäudeheizlast; • Dimensionierung der Größe des Wärmeerzeugers; • Beantwortung der Frage, ob eine Solaranlage sinnvoll zur Heizungsunterstützung genutzt werden kann; • Beantwortung der Frage, ob das vorhandene Heizsystem für einen dauerhaften Brennwertbetrieb geeignet ist.

Tätigkeiten: Die Auftraggeber sind eine Wohnungseigentümergemeinschaft und haben vor, die Heizungsanlage zu erneuern. Dabei gibt es Zweifel an der Dimensionierung der vorhandenen Anlage. Es wird angenommen, dass der Kessel zu groß ist. Daneben stellen die Auftraggeber die Frage, ob eine Solaranlage sinnvoll sein könnte. Eventuell soll ein Zuschuss der KfW in Anspruch genommen werden, falls der Einbau eines Brennwertkessels möglich ist. Der Verfasser ist durch seine Tätigkeit als Energieberater mit den Fragen des energetischen Geschehens in Gebäuden vertraut.   Auf der Grundlage dieses Gutachtens wollen die Eigentümer das weitere Vorgehen entscheiden und in passender Weise Angebote für die Modernisierung der Heizungsanlage einholen können.

Ausgangslage: Massivbau in H­Form; zwei lange Gebäude in Nord­Süd­Streckung, 2 bzw. dreigeschossig, dazwischen ein 2-­geschossiger Verbindungstrakt; Satteldächer mit Gauben; Dächer ausgebaut; Kunststofffenster mit Isolierverglasung (BJ 1994). Der Gebäudekomplex diente als Jugendwohnheim und wurde 1993­95 zu Wohnungen umgebaut. In den Gebäuden sind 14 Wohneinheiten als Eigentumswohnungen in komplett privatem Besitz. Die Gebäude sind als Liegenschaft zusammenhängend mit einer einzigen Anlagentechnik ausgestattet und können/sollten daher als ein Objekt betrachtet werden. So ist auch der Energieausweis von 2007 ausgeführt.

Ergebnisse: Die Gebäudeheizlast wurde zu ca. 75 kW bestimmt. Die Trinkwarmwasserlast dazu gerechnet sollte eine Kesselleistung von ca. 97 kW installiert werden. Der Bestandskessel ist mit 230 kW deutlich überdimensioniert. Brennwertbetrieb ist derzeit nicht möglich. Es wird empfohlen das Gebäude an den Außenwänden und den Kellerdecken zu dämmen. Dadurch steigt der Komfort und sinkt der Heizwärmebedarf. Die Nutzung von Solarenergie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ist möglich und sinnvoll. Es sind erhebliche Fördermittel für die Solarthermie durch das BAFA zu bekommen. Für die Optimierung der Heizungsanlage (hydraulischer Abgleich, Einbau bivalenten Hygienespeichers) kann eine Förderung von der KfW genutzt werden. Der Kesseltausch an sich ist nicht förderfähig.

Handskizze einer möglichen Konfiguration

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