Energiekonzept für ein Freibad

Sponsoring für den Trägerverein

Standort: Niedersachsen

Nutzung: Freibad, reiner Sommerbetrieb

Einsparpotenzial

Endenergie:80 %

Vorbereitungsarbeiten im Frühjahr

Maßnahme: KWK, Solarthermie, Erdwärmepumpe, Luftwärmepumpe

Tätigkeiten: Analyse der Situation, Aufstellen der Energiebilanz, Erkunden von Verlusten, Vorschläge für neue Anlagentechnik und Berechnung derselben

Ausgangslage: Das Freibad ist ein kommunales Bauwerk, das die Kommune niederlegen wollte. Es wurde dann in die Trägerschaft eines lokalen Sportvereins abgegeben, der eine eigene Abteilung dafür gründete. Die Kommune zahlt einen jährlichen Betriebskostenzuschuss, der knapp die Kosten für den Bademeister abdeckt. Sehr viel ehrenamtliches Engagement der Bürger ermöglicht seit sechs Jahren den Weiterbetrieb des alten Freibads. Da dieser Zuschuss nur auf fünf Jahre bewilligt wird, ist der Planungshorizont der Badbetreiber entsprechend kurz. Die Anlagentechnik ist in einem teilweise schlechten Zustand. Viele Dichtungen an Pumpen und Anschlüssen sind undicht, die Pumpen selbst ineffizient, automatische Regelung fehlt völlig. Der Heizkessel ist ein atmosphärischer Gaskessel. Zusätzlich existiert eine einfache Solaranlage. Ein Teilvolumenstrom wird vom Zulaufwasser zum Nichtschwimmerbecken abezweigt und durch 2,4 km schwarzen Plastikschlauch in 8 parallelen Kreisen geführt, die auf einem schwarzen Teerpappdach liegen. Der entscheidende Wärmeverlust eines offenen Wasserbeckens ist durch die Abdunstung gegeben. Daneben sind Wärmeverluste durch Transmission zu betrachten und die Aufwärmung von Nachfüllwasser.

Ergebnisse: Es gibt zwei prinzipielle Vorgehensweisen, um die Energiekosten für das Freibad zu verringern. Die erste liegt in einer Eindämmung der Energieverluste. Die zweite ist in der Bereitstellung der Wärme zu suchen. Insbesondere sollten die Verluste durch Abdunstung durch eine Abdeckung der Wasseroberfläche verringert werden. Für die Wärmeerzeugung wurden Kraftwärmekopplung (in Kooperation mit einer an das Grundstück grenzenden Gastwirtschaft), Solarthermie, Luft- und Erd-Wärmepumpe untersucht. Des reinen Sommerbetriebs wegen, bietet sich insbesondere die Luftwärmepumpe als wirtschaftliche Lösung an. Durch die Anlage wird es möglich, das Bad höher zu heizen und damit einen Badebetrieb auch in kühleren Zeiten zu ermöglichen.

Investitionssumme: 150.000

Der alte Heizkessel

Jeschke und Matthaei vor dem alten Kessel des Freibads
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