Energie-Contracting

Besonders Wohnungseigentümergemeinschaften profitieren von externem Kapital

Umfangreiche Heizungsverteilung in großem Contracting-ProjektDer Begriff Contracting leitet sich ab vom lateinischen Verb „contrahere“, das zusammenziehen bedeutet. Mit Contract oder Kontrakt werden vertragliche Übereinkünfte bezeichnet. Und genau darum geht es auch beim Energie-Contracting. Inzwischen hat sich jedoch eine eigene Auffassung entwickelt, was unter Energie-Contracting zu verstehen ist und wie es sich vom normalen Liefervertrag über Fernwärme oder Gas unterscheidet. Neben dem Energie-Liefer-Contracting gibt es noch das Energie-Einspar-Contracting, bei dem der Contractor an der Einsparung partizipert. Dieser Beitrag handelt vom Energie-Liefer-Contracting, das auch Anlagen-Contracting genannt wird.

Der wichtigste Unterschied zum Energieliefervertrag mit z.B. den lokalen Stadtwerken sind sicherlich die engere Bindung zwischen Contractor (Lieferant) und Contracting-Nehmer (Kunde) sowie die längeren Laufzeiten. Der Contractor investiert in eine Anlage, die exklusiv dem Nutzerkreis der Contracting-Nehmer zur Verfügung steht, die daraus mit Energie, im Standard in Form von Nutzwärme für Heizung und/oder Warmwasser beliefert werden. Der Contractor unterhält die Anlagen und erhält von den Contracting-Nehmern Bezahlung für die gelieferte Energiemenge. Er hat das Betreiberrisiko, muss die Anlage unterhalten, ist zur Lieferung verpflichtet und hat Interesse an einer Rendite.

Was veranlasst eine Wohnungseigentümer-Gemeinschaft (WEG) mit 20 Wohneinheiten eine Contracting einzugehen? Viele WEG:n haben eine völlig veraltete, ineffiziente Anlagentechnik, die auf Grund fehlenden Kapitals und divergierender Interessen und Möglichkeiten der Teileigentümer nicht ausgetauscht wird. (siehe auch: Energieberatung für Wohnungseigentümer-Gemeinschaften) Die Eigentümer müssen daher weiter hohe, laufende Kosten für eingesetzte Energie und häufige Reparaturen an der Anlagentechnik bezahlen, was es erschwert, Kapital für einen Austausch zu sammeln.

Contracting bietet einen Ausweg. Nachdem ein Planer die Situation analysiert hat, plant er eine optimale Anlage und berechnet die Kosten. Der Contract wird geschlossen und der Contractor baut die Anlage. Diese läuft effizienter und liefert Wärme zu deutlich geringeren Kosten als die alte Anlage. Die Contracting-Nehmer zahlen zumeist ungefähr so viel wie vorher, aber die Energiekosten steigen langsamer als zuvor und die Anlage ist zuverlässig. Nach dem Ablauf des Vertrags hat der Contractor sein Investment mit einer Rendite wieder hereingeholt und die Anlage geht in das Eigentum der bisherigen Contracting-Nehmer über. Alternativ kann ein neuer Vertrag geschlossen werden.

Der Nutzen

  • für den Contractor: Er hat eine rentable Geldanlage, die in seinem Tätigkeitsfeld liegt.
  • für die Contracting-Nehmer: Langfristige Senkung von Energiekosten; Absicherung der Wärmeversorgung; Entlastung von der Anlagenverantwortung.
  • für die Umwelt: Geringerer Energieverbrauch; Weniger CO2-Ausstoß; Verringerung von Energieimporten; Lokale Wertschöpfung.
  • Sprechen sie uns an, wenn diese Form der Weltverbesserung Sie als Contractor (auch reiner Finanzier) oder als Contractingnehmer interessiert. Über die Kontakt-Seite erreichen sie uns.

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