Wärme ist Lebensqualität

04. Mrz. 2016 von Olof E. Matthaei

Vonderheydt-Turm im WinterwaldNachmittags eine Tasse heißen Kaffees trinken. Abends mit der Familie und einem kühlen Fläschchen Bier in der warmen Bude sitzen und fern sehen. Typische Anwendungen für Energie! Wir denken kaum darüber nach, welchen Aufwand man dafür treiben muss, diese Lebensqualität zu haben.

Energieträger müssen erst einmal gefunden werden. Weltweit ist nach wie vor Erdöl der wichtigste Energieträger. Meist liegt es tausende von Metern tief in der Erdkruste und muss von dort gefördert werden. Aber auch die in Deutschland sehr oft verwendete Braunkohle muss zunächst gefördert und aufbereitet werden. Wird sie in Strom umgewandelt, dann passiert das in ziemlich ineffizienten Kraftwerken, die 55-70% der hinein gesteckten Primärenergie in Wärme verwandeln und dann in die Atmosphäre pusten.

Die Energieträger müssen gefördert, aufbereitet, gelagert und transportiert werden. Die Stromleitung muss ohne Unterbrechung vom Kraftwerk bis zum Haus und dort bis zum benutzten Gerät reichen. Die Gasleitung darf keine allzu großen Lecks aufweisen. Die Ölplattform im Meer darf nicht explodieren, der Öltanker darf nicht vor Alaskas Küste untergehen. Viele Rädchen greifen ineinander, damit wir in dem Luxus leben können, an den wir uns mittlerweile gewöhnt haben.

Leben ohne Zentralheizung

Nur die Älteren unter uns können sich noch an die Zeit erinnern, als man ohne Zentralheizung lebte. Kohlen waren teuer und mussten aus dem Keller herauf geschleppt werden. Anmachholz musste zerkleinert werden und dann feuerte der kleine Ofen nur in einem Raum der Wohnung. Dahin wollen wir nicht zurück! Der Mensch ist ein Tier aus den Subtropen Afrikas. Er fühlt sich bei 25°C am wohlsten. Nur durch eine intensive Nutzung der ihm von der Natur zur Verfügung gestellten Ressourcen gelingt es ihm, an den verrücktesten Orten der Welt zu leben.

Mitten in der Wüste schwanken die Temperaturen innerhalb eines Tages ohne Weiteres zwischen -5°C und +45°C. An den heißesten Orten der Erde wird es über 50°C warm, in tropischen Gegenden kann bei 35°C und 80% relativer Luftfeuchte der Körper durch Schwitzen keine Wärme mehr abgeben. Andernorts ist es drei Monate oder länger dunkel und wird bis zu -50°C kalt. Da bin ich doch ganz zufrieden mit dem deutschen Klima, dass selten kälter als -10°C und selten heißer als +30°C wird. Zwar haben wir in Wuppertal und Goslar rund 250 Heiztage im Jahr (bei weniger gut gedämmten Häusern) und in vielen Bürogebäuden müssen Raumkühlanlagen dafür sorgen, dass die Temperatur auch nach oben hin begrenzt wird. Im Grunde aber kämen wir mit viel weniger Energie aus, wenn nur die Effizienz der Gebäude höher wäre.

Die Strategie für ein Energie-effizientes Gebäude ist einfach: Dämmung hält im Winter die Wärme im Haus und die sommerliche Hitze draußen. Verschattung der Fenster verhindert das Überhitzen im Sommer. Wärme wird aus der Umwelt gewonnen. Die dafür erforderliche Wärmepumpe wird mit Strom aus der eigenen PV-Anlage betrieben. Wärme, Kälte und Strom werden kurz-, mittel- oder langfristig in Wärmespeichern, bzw. PV-Speichern gespeichert. Eine ordentliche Regelung verbindet das Ganze zu einem funktionsfähigen System.

Wir brauchen Energie für eine hohe Lebensqualität

Es wäre nicht zielführend, wenn wir uns einschränken müssten. Aber das Verschwenden von Energie führt uns geradewegs in den Kollaps. Das Klimasystem der Erde kippt, Ressourcen stehen nur einmal zur Verfügung. Handeln muss jeder für sich. Planen tun wir Energieberater für jeden, der sein Haus weiter entwickeln und Energie-effizienter machen möchte. Sprechen sie uns an. Einen Energieberater in Ihrer Region finden Sie auch im öffentlichen Verzeichnis der zugelassenen Energie-Experten.


Bildnachweise:
Vonderheydt-Turm in Wuppertal, Foto: Matthaei 2016

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