Vortrag: Weltweit erstes energieautarkes Mehrfamilienhaus

25. Feb. 2017 von Webmaster

Vortrag und Diskussion am 1. März 2017

Eine Information der Verbraucherzentrale Wuppertal:

99. Stammtisch Energie

Weltweit erstes energieautarkes Mehrfamilienhaus

Ein Haus ohne Stromanschluss ist heutzutage kaum vorstellbar. Selbst wer eine Solaranlage hat, ist während der dunklen Wintermonate auf Strom aus dem öffentlichen Stromnetz angewiesen. Doch es geht auch anders: Ein Wohnhaus in der Schweiz versorgt mit einer Solaranlage ganzjährig die Heizung, das Warmwasser und die Elektrogeräte. Es ist das erste energieautarke Mehrfamilienhaus der Welt. Möglich macht dies ein großer Wasserstoffspeicher unter dem Haus und eine ausgeklügelte Energietechnik. Der Energieberater Stefan Bürk hat das Gebäude angesehen und berichtet auf dem nächsten Stammtisch Energie über dieses ambitionierte Projekt. Dabei wird es auch darum gehen, wie realistisch es ist, im eigenen Haus völlig energieautark zu werden.

Am Mittwoch, 01.03.2017 um 19 Uhr in der Volkshochschule Wuppertal, Auer Schulstraße 20.

Nächsten Monat gibt es dann denn 100. Stammtisch mit Bürgermeister Andreas Mucke.

Kommentar:

2016-02-25 schrieb Olof Matthaei:
OM-swDas Thema (Energie-)Autarkie geistert immer wieder durch die Köpfe und die Medien. Es wird angetrieben durch Misstrauen gegenüber dem Staat und den großen Energieversorgern, Angst vor dem allgemeinen Blackout und von Egoismus.

Aber ist Autarkie wirklich ein sinnvolles Ziel? Gerade erleben wir, welche zusätzliche Angst ein egoistischer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika weltweit induziert. Gerade hierbei wurde uns deutlich, wie wir in einem Netz von gegenseitigen Abhängigkeiten leben. Unseren Wohlstand können wir nur in einem Gemeinwesen halten, in dem Aufgaben- und Arbeitsteilung praktiziert werden.

Der Egoist gewinnt

Dabei ist es schon so, dass in einem überwiegend von einer sozialen (das bedeutet: miteinander, gemeinschaftlich handelnden) Haltung geprägten Gemeinwesen einige wenige Egoisten sich auf Kosten Aller bereichern und etwas herausnehmen können. Wenn aber der Anteil der Egoisten zu groß wird, dann kippt das System.

Sie kennen das aus dem Autoverkehr. So lange es nur wenige Egoisten sind, die Drängeln und sich nicht an Verkehrsregeln halten, funktioniert es. Die Egoisten haben dabei einen Vorteil. Sind es aber zu viele, die bei maximalem Tempo minimal dicht auffahren und nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben, dann kommt es zu Staus und Massenkarambolagen. Den Schaden haben dabei Alle.

Weder aus technischer noch aus sozialer Sicht erscheint Energieautarkie sinnvoll. Daher hoffe ich, dass die Diskussion sich auch der kritischen Aspekte des Themas annimmt und nicht nur gefragt wird: Wie erreiche ich für mich Autarkie?

Weitere Beiträge zum Themenfeld Energieautarkie:

Artikel vom 15.09.2013: Optimierung der Solarstromnutzung durch Energiemanagement
Artikel vom 16.03.2015: Was wir von der Formel 1 für die Haustechnik lernen können
Artikel von Energieblogger Frank Urbansky vom 16.11.2016 auf EnWiPo: Energieautarkie in Gebäuden teuer und schwer umzusetzen

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