UN-Klimakonferenz ohne Resultate

24. Sep. 2014 von Karin Müller

Deutscher Beitrag zum Klimagipfel, Karrikatur: SFV/Mester 2014Hat unsere Oberkanzlerin es vielleicht doch richtig gemacht? Sie war ja gar nicht erst zur Vollversammlung der Oberhäuptlinge des Globus‘ gekommen, sondern war lieber zur Hauptversammlung der deutschen Industriebosse gegangen. Dort wird bestimmt mehr bewegt, als bei der UN-Klimakonferenz, die gerade in New York zu Ende ging.

Wir erleben es seit Jahrzehnten. Da trifft sich ein Riesenhaufen von Möchtegern-Bestimmern und konferiert, bis der Hintern schmerzt. 120 Regierungs-Chefs aus aller Welt waren gekommen. Wer hätte gedacht, dass es überhaupt so viele Länder gibt, auf unserem kleinen, geschundenen Erdball. Und was hat man beschlossen? In Worten „nichts“, in Zahlen „0“. Nur vage Versprechen und das Vertagen auf nächste Sitzungen. „Ist doch echt cool mit dem Flugzeug um die Welt zu jetten und in solchen Versammlungen sitzen, das sollte man öfters machen!“ Nein, das ist kein Originalzitat, das habe ich mir ausgedacht. Aber passen könnte es.

So war des Ober-Amerikaners aller Hautfarben Mr. Barack Obamas Aussage, die USA und China seien die Hauptverschmutzer der Erde, die vielleicht mutigste in der ganzen Versammlung. Es ist die Selbsterkenntnis, das „Wir machen das selber“ der erste Schritt zur Änderung. Während gleichzeitig die Kanzlerin Frau A. Merkel sich von der Industrie die Ohren waschen ließ, dass das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes in 2014 nur noch 1,5 Prozent erreichen werde, nachdem zu Jahresbeginn noch zwei Prozent vorausgesagt worden waren. „Die Aussichten sind nicht allzu rosig“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Herr Ulrich Grillo. Ist das nicht furchtbar? Wie sollen wir den da zu den größten Verschmutzern der Welt, China und USA aufschließen.

Dabei könnten die Industriellen wirklich etwas bewegen. Die Autoindustrie könnte leichte, sparsame Autos bauen, deren Klima-Anlagen mit unschädlichem Kältemittel gefüllt werden, oder die gleich passiv gekühlt werden. Die Stromindustrie könnte auf erneuerbare Energie statt auf heimische Braunkohle und importierte Steinkohle aufbauen. Die Bauindustrie könnte nachwachsende Rohstoffe verwenden, um den life-cycle-impact zu reduzieren, statt EPS und andere Kunststoffe zu protegieren. Statt dessen nehmen sie Einfluss auf die Politik, mit dem einzigen Ziel: Noch mehr Geld zu verdienen.

Es gab eine Zeit, da strebte Deutschland danach sauber zu werden. Wie ein kleines Kind: „Ich kann schon selbst auf’s Klo gehen!“ Aber diese Zeiten sind vorbei. In Merkel und ihrem SPD-Wirtschaftsminister Gabriel haben sich zwei gefunden, denen die Zukunft Scheiß-egal ist. Hauptsache die Kasse klingelt. Wie ein pubertierender Jugendlicher: „Ich rotze hin, wo es mir passt, Arsch lecken, Fick deine Mutta, eh Alta!“ Ob wir noch erwachsen werden? Oder ist vorher Schluß?

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