Speicherung von Solarstrom

06. Nov. 2013 von Olof E. Matthaei

Bereits über 1700 Batteriespeicher für Solarstrom gefördert

PV-BatteriespeicherIm Mai legte die Bundesregierung ein Förderprogramm für Stromspeicher auf, das über die KfW abgewickelt wird. Bis zu 30 % der Kosten für den Batteriespeicher im Zusammenhang mit einer neuen Solaranlage können gefördert werden. (Wir berichteten hier im Artikel vom 1. Mai 2013).

Sinn der Förderung ist es, die dezentrale Speichertechnologie technisch weiter zu entwickeln und erste Erfahrungen zu sammeln. Von vielen Fachleuten aus dem Bereich der erneuerbaren Energie wird vermutet, dass hiermit der Bedarf an Regelenergie in den Netzen deutlich zurückgeht und auch der Stromtransport überhaupt geringer werden kann, wenn bis zu 70 % des eigenerzeugten Stroms auch selbst genutzt werden können.

Für den Betreiber einer in der Zukunft errichteten PV-Anlage geht es nicht mehr um die Einspeisevergütung, mit der die Technologie der Photovoltaik in der Vergangenheit gepusht werden konnte. Inzwischen liegen jedoch die Selbstkosten von PV-Strom erheblich unter den Bezugskosten. Was also liegt näher, als zu versuchen, möglichst viel eigenen Strom zu verwenden und den Netzbezug zu reduzieren. Nur Überschüsse sollen noch an die Netzbetreiber verkauft werden. Des ungünstigen Zusammenhangs zwischen Zeiten der Stromproduktion (Mittags/ im Sommer) und des Stromverbrauchs (Abends/ im Winter) wegen, erfordert dies jedoch eine Speicherung der Eigenproduktion mindestens in Tagesportionen.

Die KfW teilte mit, dass bis Ende September 1720 Anträge auf Förderung von Batteriespeichern eingereicht worden seien. Bis zu diesem Datum seien Kredite für 28,6 Mio. Euro an förderfähigen Kosten für PV-Speicher beantragt worden. Die Tilgungszuschüsse des Bundesumweltministeriums betragen 25. Mio. €. Dieser Topf für 2013 sei bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Die KfW selbst hat keinen Deckel auf den hauseigenen Kredit gesetzt, hieß es weiter. Bei einem Zinssatz von 1,40 % p.a. ist auch nach dem Auslaufen der staatlichen Förderung eine Finanzierung weiterhin möglich. Ebenso ist im Programm 274 die Vollfinanzierung neuer PV-Anlagen möglich. Ohne Eigenkapital können Hausbesitzer so PV-Anlagen auf’s Dach bekommen. Auch hierfür beträgt der Zinssatz 1,4 % p.a.

Damit die Anlagen aber nicht nur förderfähig werden, sondern auch noch an sich einen Nutzen für den Betreiber haben, entwickeln die Hersteller von PV-Systemen insbesondere bessere Regler. Zum Einen müssen die Akkumulatoren entsprechend ihrer materiellen Charakteristika behandelt werden. Insbesondere Überladungen und Tiefentladungen dürfen nicht auftreten. Zum Anderen braucht es Optimierungsstrategien, um den Netzbezug und den Verbrauch sinnvoll zu regeln. In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag beschäftigten wir uns hier mit dem Thema der Optimierung. Fertige Systeme gibt es bislang am Markt jedoch kaum und in jedem Fall ist die richtige Konfiguration und Auslegung anhand der realen Gegebenheiten eine wichtige Planungsaufgabe, die wir gerne für sie übernehmen.


Bildnachweise:
„PV-Batteriespeicher“, Foto: O.Matthaei, 2011

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