Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und Energieausweise

24. Mrz. 2014 von Olof E. Matthaei

Information für Immobilienverwaltungen und Makler

Änderungen bei Neubauten – Bestandsschutz für ältere Gebäude

Energieausweis-NWG-EnEV2014Die Veränderungen werden an der Immobilienbranche nicht spurlos vorübergehen. Die Energie­einsparverordnung wird verschärft und tritt in der neuen Form im Mai 2014 in Kraft. Während die Anforderungen an Neubauten verschärft werden, dürfen Bestandsgebäude fast immer wie sie sind weiter betrieben werden. Die einzige wesentliche Verschärfung für Bestandsgebäude besteht in einer Erweiterung der Pflicht zum Austausch von alten Heizkesseln (älter als 30 Jahre) sofern es sich nicht um Brennwert- oder Niedertemperaturkessel handelt.

Für die Verwalter von Gebäuden, die vermietet werden, sowie für Makler im Zusammenhang mit dem Verkauf oder der Vermietung von Immobilien ergeben sich jedoch Veränderungen hinsichtlich des Energieausweises. Das bereits vorhandene Recht eines Interessenten zur Vorlage eines Energieausweises wird jetzt zur Pflicht und Bringschuld des Anbieters. Die Makler oder Verwal­ter haben hier eine Informationspflicht gegenüber Ihren Mandanten und müssen darauf drängen, dass diese den Erfordernissen der neuen Verordnung auch nachkommen. Die energetischen Kennwerte des Energieausweises muss der Makler bereits in der Immobilienanzeige veröffentli­chen. Das heißt die bisherige Praxis, erst dann einen Energieausweis anfertigen zu lassen, wenn der Interessent danach fragt, ist demnächst nicht mehr möglich.

Energieausweise

Energieausweise dürfen fortan nur noch von registrierten Ausstellern angefertigt werden und müs­sen selbst auch registriert werden. Dies bedeutet eine (anonymisierte) Übermittlung der Daten des Energieausweises an die Registrierstelle. Bis auf Weiteres wird das DIBt die Registrierstelle. Nach und nach werden auch Mittel entwickelt, um die Energieausweise auf Richtigkeit zu überprü­fen, womit hoffentlich die Aussagekraft dieser Daten und die Anwendbarkeit für den Nutzer steigen.

Die Aushangpflichten werden ausgeweitet. Zukünftig muss in öffentlich zugänglichen Gebäuden ab 500 m² Nutzfläche der Energieausweis an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle aus­gehängt werden.

Gerade im Bereich der Nichtwohngebäude bedeutet dies einen erheblichen Nachholbedarf an Energieausweisen. Für Nichtwohngebäude werden die Ausweise entweder als Bedarfsausweise nach der DIN V 18599 berechnet. Es dürfen zumeist auch Verbrauchsausweise erstellt werden. Die damit verbundene Arbeit wird jedoch regelmäßig von den Anforderern unterschätzt. Insbeson­dere die Zonierung eines Gebäudes und die Analyse von Verbrauchsdaten um die Energieverbräu­che für Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten des Gebäudes von denjenigen für den Betrieb ab­zugrenzen ist oft sehr Zeit aufwändig.

Demzufolge sollten Sie, wenn Sie einen Energieausweis für ein komplexeres Gebäude in Auftrag geben möchten, mit einigen Wochen Vorlaufzeit handeln. Auch sind die Kosten für Energieauswei­se für Nichtwohngebäude nicht ganz gering. Die immer noch im Internet vorhandenen Anbieter für die Online-Fertigung von Energieausweisen werben mit Preisen ab 50 Euro. Wenn Sie sich mit diesen Angeboten befassen werden sie schnell feststellen, dass a) für jede Zone und alles was von „einfach“ abweicht Zuschläge zu zahlen sind und b) Sie die Arbeit machen müssen, die Zonen zu bestimmen und zu vermessen, die Energieverbräuche zu bestimmen etc. Wenn Sie das einmal versucht haben, wissen Sie, wie die Tage vergehen und wenn Sie Pech hatten, es dann nicht einmal geklappt hat.

Es erscheint sinnvoll, die Arbeit denjenigen zu überlassen, die sich damit auskennen. Gerne unterbreiten wir Ihnen Angebote für Energieausweise zu Ihren Immobilien.

Diese Information finden sie auch im Merkblatt EnEV-Info-Verwalter+Makler-20140324.


Bildnachweise:
„Energieausweis für Nichtwohngebäude, EnEV 2014

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
Menü