EEG-Kampagne 2016

25. Mai. 2016 von Olof E. Matthaei

Gapriel topft die erneuerbaren Energien um„Die Entwürfe zum EEG 2016 verunsichern die Windbranche massiv“, teilt der Bundesverband WindEnergie (BWE) mit. Die als „Weltformel“ verschriene Berechnung zur Ausschreibungsmenge reduziere die kostengünstige Windenergie auf eine Steuerungsgröße. Eine Mindestausschreibungsmenge sei weiterhin offen. Und der Branche drohe ein Minimalausbaupfad. Dies ginge auf Kosten von Arbeitsplätzen, Wertschöpfung und Klimaschutz.

Das will die Branche nicht hinnehmen! Um sich auf allen Ebenen für ein Ausschreibungsvolumen von mindestens 2.500 MW netto stark zu machen, hat der BWE die EEG-Kampagne ins Leben gerufen.

Aufruf zu großer Demonstration in Berlin am 2. Juni 2016:

Energiewende retten! EEG verteidigen! Ausschreibungen stoppen!

Demonstration: Energiewende retten!

Start: 12 Uhr, (geplant) Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Invalidenstr. 48, Berlin (unweit Hbf.)
Vorprogramm: ab 11:30 Uhr
Abschlusskundgebung: circa 14 Uhr, Brandenburger Tor
Dauer: bis max. 17 Uhr

Bei einer großen Demonstration Anfang Juni in Berlin zeigt die Branche ihre industrielle Stärke. Für eine erfolgreiche Demonstration ist es unerlässlich, dass die Planer, Hersteller und Zulieferer mit möglichst vielen Arbeitnehmern sichtbar vertreten sind. Der BWE ruft daher alle Mitglieder und EEG-Unterstützer auf, nach Berlin zu kommen und gemeinsam eine verlässliche Energiewende-Politik zu fordern.

Im Rahmen der, auch vom Ingenieurbüro Matthaei unterstützten, Kampagne gegen die erhebliche Beschneidung des Ausbaus der Erneuerbaren durch die Novellierung des EEG (#EEG2016#Fragwürdig) unterstützen wir diesen Aufruf. Nicht nur die Windenergiebranche ist in Gefahr zu zerschellen, so wie es bereits zu großen Teilen mit der PV-Industrie und Solarteuren geschehen ist. Der Standort Deutschland als Innovationsmotor der Energiewende wird nachhaltig zerstört, Arbeitsplätze gehen verloren und durch den Weiterbetrieb der Braunkohlekraftwerke geht das Klima vor die Hunde. Mit dem neuen EEG will die Bundesregierung den aktiven Klimaschutz offenbar beenden. Die Ziele der Weltgemeinschaft vom Klimagipfel in Paris COP 2015, wie auch eigene, früher formulierte Ziele und internationale Vereinbarungen sind damit nicht vereinbar.

Bilderquellen:
Karrikatur: Mester, SFV 2016 (Quelle)

Weitere Beiträge zum Themenkomplex EEG-Novelle 2016:
Artikel vom 26.04.2016: #EEG2016#Fragwürdig: SFV schlägt gemeinsame Presseerklärung vor
Artikel vom 15.04.2016: #EEG2016#Fragwürdig: Neuer Referentenentwurf
Artikel vom 14.04.2016: #EEG2016#Fragwürdig: Ausschreibungsmodell ist EU-Vorgabe
Artikel vom 12.05.2016: Bundesregierung will keine Pflicht für Erneuerbare
Und die Frage zur Kampagne #EEG2016#Fragwürdig von Nicole bei Top50Solar: Wie können mit 1,4 % jährlichem Zubau an erneuerbaren Energien die Pariser Klimaschutzziele erreicht werden?

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