Der Klimawandel: Die größte Bedrohung, die wir Menschen jemals erlebt haben

28. Sep. 2013 von Olof E. Matthaei

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Unter dem Titel Generationenmanifest wendet sich eine Gruppe von Denkern und Aktivisten an Öffentlichkeit und Politik um endlich eine Änderung herbeizuführen.

Das Manifest zeigt als „Warnungen“ die zehn wichtigsten Probleme auf, die zu lösen sind. Dabei sind die Plätze eins und zwei genau diejenigen, mit denen die Energieberater zu tun haben:

„Wir warnen

Im Interesse zukünftiger Generationen und des sozialen und ökologischen Gleichgewichts
1
Der Klimawandel, die größte Bedrohung, die wir Menschen jemals erlebt haben, wird von der Bundesregierung und allen Parteien nicht mit höchster Priorität bekämpft. Sie setzen damit das Leben und das Wohlergehen zukünftiger Generationen aufs Spiel.
2
Die Energiewende, das bedeutendste Projekt unserer Generation, wird von den politischen Entscheidungsträgern halbherzig und inkonsequent umgesetzt. Wir werden sie haftbar machen, wenn sie die Chancen dieses Zukunftsprojektes aufgrund parteipolitischer Machtspiele fahrlässig gefährden.“

Ebenso sind die Forderungen priorisiert:

„WIR FORDERN

Mut, Ehrlichkeit und generationengerechtes Handeln
1
Die Bekämpfung des Klimawandels muss als Staatsziel in die Verfassung aufgenommen werden. Ein zu Beginn der neuen Legislaturperiode verabschiedetes Klimaschutzgesetz muss die Grundlage dafür bieten. Wenn Europa und Deutschland beim Klimaschutz und bei der Markteinführung von Klimaschutztechniken vorangehen, werden andere – schon aus Wettbewerbsgründen – folgen. Denn Klimaschutz ist ein Gewinn für uns alle und keine Zumutung von Lasten.

2
Die Energiewende muss aktiv vorangetrieben werden, und zwar sowohl als “grüne” Energieerzeugungs-, als auch als Energiesparwende. Durch Innovationen bei der Energieeffizienz und die Fokussierung auf Energieeinsparpotenziale in Unternehmen und Privathaushalten kann die Energiewende zu vertretbaren Kosten für alle Beteiligten gelingen. Mit der Energiewende sind wirtschaftlich große Chancen verbunden, nicht nur für unser Land, sondern auch für Europa und für die Welt. Die heutige Generation ist in der Pflicht, eine sichere Energiebasis für kommende Generationen zu schaffen.“

Wir sind die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes
Wir sind die Politik. Wir sind die Wirtschaft.
Wir sind jung und alt, arm und reich, mächtig und ohnmächtig,
Väter, Mütter, Söhne, Töchter, Enkel und Großeltern.
Wir sind die Zivilgesellschaft.

Antworten der Politik

Die Aussagen des Manifests wurden auch (bereits im Juni 2013) an die Parteien und Funktionsträger im Bundestag und der Bundesregierung übermittelt. Auszug aus dem Anschreiben:
„Wir sind die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Wir sind die Politik. Wir sind die
Wirtschaft. Wir sind jung und alt, arm und reich, mächtig und ohnmächtig, Väter, Mütter, Söhne,
Töchter, Enkel und Großeltern. Wir machen uns Sorgen. Große Sorgen.
Und das unabhängig von der Farbe unserer politischen Überzeugungen.
Lange haben wir zugesehen, wie die Problemberge immer größer und die Politik immer
handlungsunfähiger wurden. Wir leiden unter menschengemachten Naturkatastrophen und den
Folgen des ungezügelten Finanzkapitalismus. Wir steuern in ein globales Desaster, wenn wir nicht
umsteuern und gemeinsam eine Zukunft gestalten, in der wir alle besser leben können und wollen.
Wir erleben eine mutlose Politik, die sich versteckt und sich wieder und wieder von Lobbyinteressen
vorführen lässt. Worte wie „alternativlos“ haben uns erschreckt und aufgeweckt. Wir glauben
und wissen, dass es Alternativen gibt und wollen uns dafür engagieren.
Wir, die Unterzeichner dieses Papiers, glauben an die Gestaltbarkeit unserer Zukunft und an unsere
Pflicht, uns an dieser Gestaltbarkeit zu beteiligen. Wir übernehmen deshalb Verantwortung. Jeder
und jede in dem Maß, dass ihm und ihr möglich ist.
Dieses Jahr ist Wahljahr. Und darum treffen wir unsere Wahl und formulieren 10 Forderungen an
alle politischen Parteien. Unser Manifest ist eine Einladung zum Dialog, den wir einfordern. Es
ist ein Beitrag zur Transparenz und zur Bildung einer großen gesellschaftlichen Koalition für
Nachhaltigkeit und eine aktive Zukunftsgestaltung.“

Sämtliche Politiker haben entweder gar nicht geantwortet oder sich mit Scheinaussagen davongeschlichen.

Die Bundestagswahl ist gelaufen und wir haben damit zu rechnen, dass nun wieder vier Jahre lang gar nichts passiert. Die Sorge der Verfasser des Manifests, dass die Politik sich mit den großen Problemen nicht befassen will, bleibt. Daher unterstütze ich den Aufruf, das Generationenmanifest zu unterzeichnen.


Bildnachweise:
„Logo des Generationenmanifests“, Quelle: generationenmanifest.de 2013

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