3. Jahrestag der Havarie in Fukushima

10. Mrz. 2014 von Olof E. Matthaei

Kernkraftwerk in Japan weiterhin unkontrollierbar.

Kraftwerksunglück in Japan

ausgestrahlt - Logo des .ausgestrahlt e.V.Zum dritten Jahrestag der Explosionen und Kernschmelze im Atomkraftwerk von Fukushima in Japan nach einem Tsunami (unser Bericht vom 17. März 2011) finden Deutschland-weit Demonstrationen statt. Der damals endlich beschlossene Ausstieg aus der Atomstromproduktion ist schon wieder in Gefahr. Es gibt leider immer wieder Leute, denen es nur um’s schnelle Geld geht und denen die Zerstörung unserer Lebensgrundlage auf diesem Planeten egal ist. Es wird schon wieder sehr massiv für die Verlängerung von Laufzeiten von Atomkraftwerken argumentiert.

Weiter mit Atomenergie?

Die Argumentationskette dieser Leute ist simpel: „Wir müssen weg vom Kohlendioxid. Das ist die Energiewende. Wer die Energiewende will und bezahlbar will, der muss für Atomenergie sein.“ Geschürt wurde dieses falsche Feuer vor allem vom Bundesumweltminister der vorhergehenden schwarz-gelben Regierung Peter Altmaier. Das Ressort Energie fällt jetzt dem Bundeswirtschaftsministerium zu. Und leider ist auch der hier verantwortliche, aus Goslar stammende (wie peinlich), Minister Gabriel auf diese Schiene eingeschwenkt: „Wir wollen ja die Energiewende, aber bezahlbar und mit Arbeitsplätzen im Dreck.“ Und so wird immer wieder systematisch von Politik und Großindustrie den Erneuerbaren unterstellt, sie würden Energie unendlich teuer machen. Das aber ist einfach nur gelogen!

Zum Beispiel lagern in Jülich 150 Kastorbehälter, von denen kein Mensch weiß wohin damit. In Brunsbüttel lagern offiziell 600 Fässer mit Atommüll. Die sind dort vielleicht seit 50 Jahren eingelagert und sind teilweise bereits durchgerostet. Solche Fässer halten keine zehntausend Jahre mehr, die wohl nötig wären, um die Radioaktivität ausreichend abklingen zu lassen. Allein das Rückholen dieser Fässer und irgendwie umlagern wird Vermögen verschlingen. Dies alles sind Kosten, die nie in den Kostenrechnungen des Atomstroms auftauchen. Obwohl der Atommüll in Brunsbüttel rechtlich zu Vattenfall gehört, wird der Staat, also die Allgemeinheit, auch diese Kosten wieder tragen müssen. Soll das ewig so weiter gehen?

Demonstrationen und Kundgebungen

Nicht gelogen ist jedoch, dass Fukushima weiter unkontrollierbar ist, verstrahltes Wasser ins Meer herausläuft, die ganze Gegend auf zig Kilometer Umkreis auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte unbewohnbar sein wird. Glücklicherweise gibt es inzwischen viele Menschen, die sich nicht mehr von den dummdreisten Lügen der Atomlobby oder Sonntagsreden von Politikern einlullen lassen. Menschen, die für ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit auf die Straße gehen und die für eine Zukunft auch für kommende Generationen kämpfen. Zum dritten Jahrestag des Unglücks von Fukushima gibt es heute in Göttingen um 12:00 Uhr und in Wuppertal um 17:30 Uhr Kundgebungen. Sämtliche Veranstaltungen bundesweit finden Sie auf der Seite des Vereins .ausgestrahlt e.V..


Bildnachweise:
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